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Demografischen Wandel meistern

Hattingen als gelungenes Beispiel

Hattingen/Ruhr im März 2011. "Eine Stadt im Umbruch. So meistern Jung und Alt die Herausforderungen von morgen". Unter diesem Titel hat die Journalisten Tanja Breukelchen im Magazin change den Demografieprozess in Hattingen beschrieben.

"Wie prägt der demografische Wandel einen Stadtteil? Was verändert sich?" Das beschreibt die Redakteurin in dem Magazin der Bertelsmannstiftung. Sie findet: "In der Hattinger Altstadt begegnen einem die Veränderungen überall - und die Bürger machen das Beste daraus." Den passenden Rahmen für den achtseitigen Bericht gab Fotograf Arne Weychardt den Hattingerinnen und Hattingern. Freundlich lächelnd hat er sie durch offene Fenster in die Linse blicken lassen. Fotos und Worte machen einen großen Schwenk über Hattingens Kirchturm hinaus zum Thema Demografischer Wandel und die Chancen für nächste Generationen.

Wie Jung und Alt die Herausforderungen von morgen erfolgreich meistern können, wird am Beispiel Hattingen beschrieben. Der Bericht ist auf den Internetseiten der Stadt Hattingen zu finden. Weitere Bilder befinden sich auf den Seiten des Verlages unter www.change-magazin.de.
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Strategiekonzept Hattingen 2020

Auszug aus Hattingen.de:

"Bürgermeisterin Frau Dr. Goch nimmt in ihrem Vorwort zum Strategiekonzept Hattingen 2020 folgendermaßen zum demographischen Wandel Stellung: „Der demographische Wandel in unserer Gesellschaft ist eine besondere Herausforderung für uns alle. Die wichtigen Trends einer schrumpfenden, älter und bunter werdenden Bevölkerung sind uns inzwischen bewusst geworden. Es gibt kaum einen Bereich der Stadt, der nicht von diesem gesellschaftlichen Prozess berührt wird. Wir beginnen zu begreifen, dass sich unsere Gesellschaft verändern wird. Diese Veränderung wird eintreffen, die Gründe für den demographischen Wandel sind unumkehrbar. Allerdings heißt das nicht, dass wir allen Asswirkungen dieses Wandels ohnmächtig ausgeliefert sind. Ich bin überzeugt davon, dass sich der Wandel gestalten lässt und dass wir bei vielen Fragen die Wahl zwischen mehreren Antworten haben."

Weitere Informationen und PDF-Dateien zum herunterladen auf der Homepage der Stadt Hattingen
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Kommentar: Die Beteiligten der Stadt Hattingen nehmen das Thema ernst und wollen das Verwaltungshandeln in den nächsten Jahren an den Ergebnissen der Bürgerveranstaltungen ausrichten. Zur Umsetzung des Strategiekonzeptes hat die Stadtverwaltung eine zentrale Steuerungsstelle eingerichtet. Frau Regina Hannappel unterliegt die Moderation und das Monitoring dieses Prozesses.

Als Teilnehmer einzelner Veranstaltungen freue mich über diese gut organisierte professionelle Vorgehensweise für ein lebenswertes Hattingen für jung und alt.

Bernd Loewe
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Hattinger werden älter, weniger, bunter und ärmer!

Stadt Hattingen Presse- und Informationsbüro - Pressemitteilung vom 8. Juli 2010

Nachlese Forum Demographie "Hattingen hat Zukunft"

Hattingen/Ruhr. Auf eine gelungene Veranstaltung zum Thema Demographie blickt die Stadtverwaltung zurück. 50 Teilnehmer diskutierten am 30. Juni 2010 beim Forum Demographie im Sitzungssaal des Rathauses über Zukunft und Gegenwart der Stadt und beleuchteten dabei sieben Handlungsfelder.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Vereinen, Organisationen und aus der Kommunalpolitik trafen sich auf Einladung der Bürgermeisterin, um sich zunächst über die neuesten Entwicklungen informieren zu lassen. Regine Hannappel, Demographie-Beauftragte in Hattingen, erläuterte den strategischen Umgang mit dem demographischen Wandel, der als Strategiekonzept "Hattingen 2020" vom Rat verabschiedet wurde. Im Grunde sieht er eine Kombination von Anpassung- und Präventionsstrategie vor.

Bürgermeisterin Dagmar Goch: "Der demographische Wandel ist eine der ganz großen Herausforderungen unserer Zeit! Unsere Bevölkerung wird älter, weniger und bunter und es kommt zu erheblichen Veränderungen in allen gesellschaftlichen und vielen wirtschaftlichen Bereichen!"

Die aktuelle demographische Entwicklung der Stadt ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Einwohner von 56 100 im Jahr 2008 auf voraussichtlich bestenfalls 53.350 Einwohner im Jahr 2030. Wie Regine Hannappel ausführte, hat sich der Altersaufbau bereits in den letzten 30 Jahren grundlegend verändert: In Hattingen leben weniger junge Menschen (15,8% sind 17 Jahre oder jünger) und mehr ältere Menschen (23,3% sind 65 Jahre und älter) als im Kreis- und Landesdurchschnitt. Einwohner mit Migrationsgeschichte machen einen Anteil von 6,8% aus, die Zahl der Einpersonenhaushalte nimmt zu. Dabei sind vor allem älteren Personen (70 Jahre und älter) betroffen.

Regine Hannappel: "Aber Hattingen wird nicht nicht 'weniger', 'älter' und 'bunter' sondern auch 'ärmer': Die Armutsquote in Hattingen von 9,6% liegt über dem Durchschnitt des EN-Kreises von 8,7%. Jedes sechste Kind unter 15 Jahren in Hattingen erhält soziale Mindestsicherung, so der aktuelle Armutsbericht des EN-Kreises."

Um allen Beteiligten Raum für Ideen, Anregungen und Nachfragen zu geben, wurde die Diskussion in sieben Handlungsfeldern, sieben Gruppen, weitergeführt. Dort wurden die wichtigsten Projekte oder Angebote der Stadt Hattingen durch die jeweiligen städtischen Mitarbeiter vorgestellt und so ein bislang einmaliger Überblick geboten.

Aus allen Diskussionsrunden, die sehr unterschiedlich stark besucht wurden, wurde eine lebhafte Beteiligung gemeldet. Es gab eine Fülle neuer Ideen und vor allem Absprachen zur Zusammenarbeit zwischen Akteuren, die sich zum Teil bisher noch nicht kannten.

Pressereferent Thomas Griesohn-Pflieger: "Das Netzwerk in Hattingen ist dichter, als viele wissen. Das ist ein Pfund mit dem sich wuchern lässt. Die Stärke des Demographie-Forum besteht darin, die vielen Initiativen unter dem Dach einer gemeinsamen übergeordneten Konzeption zu versammeln. Hier liegt in Hattingen eine Fülle von Anknüpfungspunkten - ein viel versprechender Prozess!"

Über die Tagung und ihre Ergebnisse wird eine Dokumentation erstellt und den Teilnehmern und Interessierten zur Verfügung gestellt.

Hier die sieben Handlungsfelder mit den wichtigsten dort vorgestellten Projekten und Eregebnissen.

Kultur und Bildung: VHS, Musikschule, Stadtmuseum
Frage der Finanzierung angesichts der Finanzsituation der Stadt. Diskussion, wie man Migrantinnen und Migranten, aber auch ältere Menschen erreicht; Unterscheidungsmerkmal ist nicht die Nationalität sondern der Bildungsstand. Stärkere Fokussierung auf Schule erforderlich.

Soziales: Bündnis für Familie, Freiwilligenagentur, Komm In
Positiv werden die Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung und -mitwirkung ("neue Kultur des Miteinanders") gesehen. Eine Vernetzung der Projekte erforderlich, auch und gerade sozialraumbezogen.

Arbeit: Stadtmarketing, Gleichstellungsaktionsplan
neue Ideen: spezielle Tourismusangebote im Hügelland für Seniorinnen und Senioren (z.B. geführte Wanderung, Erlebnisbauernhof für jung und alt), Existenzgründungsberatung für Frauen und von Frauen (Patenschaften/Mentoring), Vermeidung von Angsträumen (Mitfahrzentrale für die Nutzung kultureller Angebote

Gesundheit: Seniorenbüro
Ideen: Öffentlichkeitsarbeit der Pflegeberatung verstärken, Zusammenarbeit mit "med in Hattingen" (Überleitungsbogen aus dem Krankenhaus in die häusliche Situation)

Wohnen: Handlungskonzept Wohnen
Grundsatz der Innen- vor Außenentwicklung radikaler verfolgen (also keine weitere Ausweisung von Bauland in den Außengebieten), stärkere Einbeziehung/Kontaktpflege der Akteure auf dem Wohnungsmarkt (auch der Einzeleigentümer)

Sport und Freizeit: Pakt für den Sport
Neben der Diskussion um die Notwendigkeit von Kunstrasenplätzen vor allem Frage der Wertschätzung/Pflege/des Erhalts ehrenamtlicher Arbeit und des Seniorensports

Infrastruktur:
Städtebauliches Entwicklungskonzept Innenstadt, Bebauungsplan Pottacker, Agenda 21
Frage der Umsetzbarkeit des "Großprojektes" Stadtumbau, Bedeutung von barrierefreien Fuß- und Radwegen in der Innenstadt, Diskussion um Seniorenspielplatz (Standort Am Zollhaus?), Bedeutung öffentlicher Räume für Seniorinnen und Senioren (Vorschlag St. Georg-Schule/Musikschule). Beim "Wohnpark Pottacker" soll die Stadt selbst erschließen und verwerten. Naturräumliche Belange stärker berücksichtigen.

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